Schweißbänder – wenn es beim Training hoch hergeht

Schweißband_DeutschlandWer mit viel Einsatz trainiert, kommt ordentlich ins Schwitzen. Gegen die störende Nässe auf Stirn und Handflächen gibt es ein Accessoire, das nicht nur praktisch, sondern auch modisch ist: das Schweißband. Die trendigen Aufsauger sind heute in fast allen Sportarten anzutreffen, in denen vor allem Kraft und Ausdauer gefragt sind. Aber auch in den Fanblocks der großen Stadien und natürlich bei fußballerischen Spitzenevents wie der WM sind sie überall präsent. Entdecken Sie jetzt die bunte Vielfalt!

Schweißband Test 2017

Wozu trägt man beim Training ein Schweißband?

SchweißbandEgal, ob auf dem Laufband, Crosstrainer, Ergometer oder einem anderen Fitnessgerät: Ausdauertraining ist eine schweißtreibende Angelegenheit. Und das ist auch gut so, denn der Schweißfilm auf der Haut sorgt beim Verdunsten für die notwendige Abkühlung. Diese wiederum hilft uns, unsere Körpertemperatur konstant zu halten. Wäre dem nicht so, würden wir bei jedem anstrengenden Training Fieber bekommen, weil beim Umsatz der Energie durch die Bewegung sehr viel Wärme freigesetzt wird.

Allerdings gibt es auch Situationen bzw. Körperregionen, in denen der Schweiß nicht nur unangenehm, sondern sogar hinderlich ist. Ganz besonders betrifft das die Stirn, von der überschüssiger Schweiß sehr leicht in die Augen tropfen kann – und jeder der das schon einmal erlebt hat, weiß wie unangenehm die salzhaltige Flüssigkeit im Auge ist. Außerdem ist es bei bestimmten Sportarten auch sehr hinderlich, wenn die Hände durch herunterlaufenden Schweiß nass werden. Dies ist bei Schlägersportarten wie Tennis oder Batminton der Fall, aber auch beim Krafttraining mit Hanteln sowie bei Ballsportarten, in denen der Ball mit den Händen geworfen wird.

Ein Schweißband schafft hierbei zielgerichtet Abhilfe. Es wird an Körperstellen getragen, an denen es eine Barriere bilden und den herunterlaufenden Schweiß aufsaugen kann, bevor er die Augen oder Handflächen erreicht.

Woher kommt das Schweißband ursprünglich?

Schweißbänder kamen in Mode, als in den 1980er Jahren ein allgemeiner Fitness-Hype einsetzte. Zum einen waren es die jungen aufstrebenden Tennisstars wie Boris Becker, die bei den Turnieren deutlich sichtbare Schweißbänder am Handgelenk trugen. Daneben sorgten aber auch die Aerobic-Idole der 80er für einen wahren Boom der praktischen Schweißaufsauger: Olivia Newton-John trägt im 1981 erschienenen Video zu Ihrem Welthit “Physical”, der so etwas wie die Hymne der damals beginnenden Fitness-Bewegung wurde, ein schlichtes weißes Schweißband um die Stirn – und setzte damit einen Trend, der das gesamte Jahrzehnt (sport-) modisch beeinflussen sollte.

Woraus werden Schweißbänder hergestellt?

Bei der Herstellung von Schweißbändern ist das Material der Wahl von Anfang an Frottee gewesen. Daran hat sich auch bis heute nicht viel geändert. Das Wort Frottee stammt vom französischen Verb “frotter” ab, was soviel wie abreiben bedeutet. Tatsächlich wird dieses Material besonders gern und häufig im Badezimmer verwendet: Handtücher, Waschlappen und Bademäntel aus Frottee sind weich und saugen das Wasser besonders gut auf.

Erzielt wird dieser Effekt, indem zunächst einmal ein besonders saugfähiges Material verarbeitet wird. In den allermeisten Fällen wird Baumwolle verwendet, denn sie hat gleich mehrere günstige Eigenschaften: Sie ist als Naturmaterial angenehm auf der Haut, kann bis zu 80 Prozent ihres Gewichts an Flüssigkeit aufnehmen und lässt sich zudem gut färben. Die Besonderheit des Frottee besteht allerdings darin, dass die Oberfläche des Materials mithilfe unzähliger kleiner Schlingen deutlich vergrößert wird. Hierdurch erhöht sich die ohnehin schon hohe Saugkraft nochmals – ein Effekt, der auch beim Schweißband gewünscht ist.

Allerdings wird bei der Herstellung von Schweißbändern meist ein Gemisch aus Baumwolle und einer Kunstfaser verwendet. Der Kunstfaser-Anteil sorgt dafür, dass das Schweißband nicht nur weich und saugfähig, sondern auch elastisch ist. Dies ermöglicht es den Herstellern, Einheitsgrößen anzubieten, die sich den unterschiedlich großen Köpfen und Armen flexibel anpassen. Ein häufig anzutreffendes Mischgewebe ist beispielsweise Baumwolle-Elasthan, das in einem Verhältnis von 4:1 verarbeitet wird, also 80% Baumwolle und 20% Elasthan.

Welche Arten von Schweißband gibt es?

Die verschiedenen Schweißbänder unterscheiden sich hauptsächlich darin, dass sie an unterschiedlichen Körperstellen getragen werden – und demzufolge auch unterschiedlich groß sind.

Schweißband_NikeSchweißbänder für den Kopf

Wenn das Schweißband am Kopf getragen wird, dann soll es vor allem dafür sorgen, dass kein Schweiß in die Augen läuft. Aber diese Variante hat noch einen weiteren Vorteil: Ein Schweißband um die Stirn verhindert auch, dass längere Haare beim Training nach vorn fallen und dadurch die Sicht behindern.

Schweißbänder am Oberarm

Eine eher seltene Variante ist das Schweißband am Oberarm. Hierbei handelt es sich um ein deutlich schmaleres Band, das oberhalb des Ellbogens getragen wird. Das Oberarm-Schweißband ist vor allem im Kraftsport sehr beliebt, wo es neben dem funktionellen Aspekt auch gerne als stylishes Accessoire getragen wird.

Schweißbänder fürs Handgelenk

Die wahrscheindlich häufigste Tragevariante ist die, das Schweißgelenk am Handgelenk zu tragen. Dort sorgt es dafür, dass der Schweiß nicht von den Armen auf die Handflächen laufen kann, was vor allem bei Schlägersportarten sehr wichtig ist. Außerdem ermöglicht es, beim Training den Schweiß von der Stirn einfach abzuwischen. Für Vielschwitzer gibt es sogar Modelle in doppelter Breite. Das Schweißband wird am Handgelenk jedoch auch wegen seiner unterstützenden Funktion geschätzt und deshalb beispielsweise auch von Fußballern gern getragen, die bekanntlich häufig stürzen. Hieraus wiederum hat sich das Handgelenk-Schweißband zum beliebten Fan-Artikel entwickelt, den Sie in vielen verschiedenen Vereins- oder auch Landesfarben kaufen können.

Das Schweißband als Tasche

In einigen Shops können Sie Handgelenk-Schweißbänder bestellen, die gleichzeitig die Funktion einer kleinen Tasche erfüllen. Sie sind dafür gedacht, beim Training wichtige Wertsachen wie Geldscheine oder Bankkarten problemlos mitnehmen zu können. Hierbei handelt es sich durchaus um ein nützliches Zubehör. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass diese Art des Schweißbands meist weniger elastisch ist, um der integrierten Tasche genügend Raum zu geben.

Tipp! Deswegen werden in diesem Fall meist keine Einheitsgrößen angeboten, sondern Passgrößen (in der Regel S, M, L, XL).

Bei welchen Herstellern finde ich gute und günstige Schweißbänder?

Schweißband_adidasDa das Schweißband grundsätzlich ein Produkt mit einem verhältnismäßig niedrigen Preis ist, empfiehlt es sich, beim Kauf auf eine gute Qualität zu setzen, anstatt das erste beste günstige Exemplar zu bestellen. Ausführliche Schweißband Tests scheint es noch nicht zu geben, weswegen auch keine Testsieger benannt werden können. Aber die besten Bewertungen und Erfahrunsgberichte in den Online-Shops erhalten regelmäßig die Schweißbänder der großen Sportbekleidungs-Marken, also zum Beispiel

  • adidas
  • erima
  • Nike
  • Puma.

Wer eher nach Schweißbändern für die Stirn sucht, wird auch bei Outdoor-Ausstattern wie vaude fündig. Schweißbänder mit Vereinslogos hingegen sind meist über den Shop des jeweiligen Vereins zu beziehen.

Nike
Puma Adidas
Gründungsjahr 1964 1948 1949
Besonderheiten
  • US-amerikanisches Unternehmen
  • führend im Bereich der Sportkleidung
  • riesiges Sport-Unternehmen
  • Partner von vielen Sportveranstaltungen
  • einer der größten Hersteller von Sportartikeln
  • weltweite Bekanntheit

Vor- und Nachteile eines Schweißbands

  • geringer Preis
  • Accessoire
  • oft nicht mehr zeitgemäß

Schweißbänder – unser Tipp für Sie

Für Sportler, die gern ein Schweißband an Stirn und Handgelenk tragen, bieten viele Hersteller Schweißbänder im Set an. Diese enthalten dann zwei Schweißbänder fürs Handgelenk und eins für den Kopf, natürlich im selben Design. Damit setzen Sie beim Fitness-Training einen stilvollen modischen Akzent.

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