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Welche Laufschuhe für welchen Untergrund?

LifeSpan LaufbänderMehr als 20% der deutschen Bevölkerung gehen mehr oder weniger regelmäßig Joggen. Neben Fitnesstraining, Schwimmen und Wandern, gehört das Laufen zu den populärsten Sportarten in Deutschland. Verwunderlich ist das kaum, benötigt man zum Laufen in der Hauptsache ordentliche Schuhe. Wer die Laufstrecke nicht als Catwalk erachtet, auf dem die neuerworbene Laufgarnitur präsentiert werden muss, dem reicht die gescheite Investition in ein oder sogar mehrere Paare hochwertiger Laufschuhe. Das macht auch insofern Sinn, da die Füße beim Laufen besonders beansprucht werden. Da sollte man nicht am falschen Ende sparen. Wenn man nicht gerade Marathon-Strecken läuft, auf denen die Kleidung eine entscheidende Rolle spielen kann, muss man sein Geld nicht notwendigerweise in funktionales Hightech-Material stecken. Für normales Joggen sind ein gewöhnliches T-Shirt und eine kurze Hose aus Baumwoll-Jersey eine durchaus angemessene Garderobe. Bei der Wahl Ihrer Schuhe sollten Sie jedoch anspruchsvoller sein.

Jeder Untergrund ist anders

Welche Laufschuhe für welchen Untergrund?Bevor Sie sich zum Kauf eines Schuhes entscheiden, sollten Sie sich darüber klar werden, wie der Untergrund Ihrer Laufstrecke voraussichtlich ausschaut. Wenn man es genau nimmt, braucht jeder Untergrund seinen eigenen Laufschuh. Für den Einsteiger macht es jedoch nicht unbedingt Sinn, noch vor dem ersten Training eine Armada feinster Laufschuhe im Schrank stehen zu haben. Jedoch lässt sich leicht feststellen, welches Training im Umfeld Ihres Zuhauses überhaupt möglich ist. Wohnen Sie eher in der Stadt, so haben Sie vermutlich die meiste Zeit einen Asphalt-Untergrund zu meistern. Wohnen Sie dagegen eher auf dem Land, so sind vermutlich Feldwege ihr bevorzugtes Terrain. Grundsätzlich gilt: Je weicher der Untergrund, desto erträglicher und gesünder bleibt der Laufsport für Ihre Füße und Gelenke. Es ist leicht vorstellbar, dass das permanente Laufen auf hartem Asphalt Ihren Körper auf eine härtere Probe stellt, als das Laufen auf einer Wiese.

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Unterschiedliche Terrains sind eine Herausforderung bei der Auswahl Ihres Schuhwerks:

  • Asphalt/Beton
  • Wald- und Feldwege
  • Kunststoffbahn im Stadion
  • Angelegte Kieselwege im Park
  • Sandstrand
  • Wanderwege in den Bergen
  • Laufband

Die Straße – der harte Sehnsuchtsort

Das Laufen auf der Straße prägt das Bild vom Laufen auf sehr eindrucksvolle Weise. Die Bilder von der Überquerung der vielen Brücken beim New-York-City Marathon oder die unendlichen Highways beim Ironman auf Hawaii sind auch in die Gehirne von Nicht-Läufern eingebrannt. Die große Prüfung liegt hierbei nicht nur in der Bezwingung der Strecke selbst, sondern auch in ihrer Beschaffenheit. Der harte Asphalt gibt nicht einen Millimeter nach. Die Dämpfung bleibt also gänzlich dem Schuh vorbehalten. Dementsprechend weicher sollten hier die Sohlen der Schuhe sein. Desweiteren sollte das Profil der Schuhe auf Asphalt eher flach sein. Wie die Slicks bei Autorennen, hat das flache Profil den besseren Grip. Das Ausgleichen von Unebenheiten ist auf Asphalt allerdings zu vernachlässigen. Diese Stabilität, die Unregelmäßigkeiten neutralisiert, ist eher auf anderen Untergründen von entscheidender Wichtigkeit.

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Wald- und Feldwege – der Fokus auf dem Boden

Während ebener Asphalt es dem Läufer erlaubt, die meiste Konzentration auf seinen Gesamtorganismus zu lenken, erfordert das Laufen auf unebenen Wegen die höchste Konzentration auf die einzelnen Schritte und wohin sie zu setzen sind. Helfen wird dem Läufer auf diesem Untergrund ein Schuh, der dem Fuß eine etwas größere Stabilität in der Längsachse verleiht. Kleinere Unebenheiten werden vom Schuh gänzlich abgefangen und die stärkeren Hindernisse mit Unterstützung der läuferischen Balance austariert. Dies kann, bei umsichtiger Ausführung den Bänder-Apparat im Fuß stärken. Es kann aber durch Nachlässigkeiten auch zu einer Schädigung desselben führen.

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Tipp! Grundlegend jedoch lässt sich sagen, dass das Laufen auf natürlichem Wald- oder Feldboden das gesündere, weil gelenkschonendere Training ist. Auf natürlichen Böden empfiehlt sich  ein gröberes Profil der Sohle, um auch die unterschiedlichen Weichheitsgrade des Bodens mit festem Halt zu bewältigen. Auch der Kiesweg im Park kann dieser Kategorie zugeordnet werden. Ein gröberes Profil sorgt auch hier für mehr Halt und größeren Antrieb.

Die Lauf-Bahn – der Support von unten

Die Lauf-Bahn auf dem Sportplatz, sofern sie über einen Kunststoffbelag verfügt, übernimmt die Dämpfung der Schritte zu einem gewissen Grad selbst. Aus diesem Grund können Schuhe, die Sie auf einer solchen Bahn benutzen, auch etwas dünner sein. Spezielle Mittelstreckenschuhe verfügen sogar über eine leicht gedämpfte Sohle mit kombinierter Spike-Platte, die auch auf längeren Strecken (bis 5000m) besten Grip bietet. Aber auch normale Laufschuhe müssen hier nicht allzu dämpfungsintensiv sein. Laufen Sie ausschließlich auf einer Kunststoffbahn, können Sie an dieser Stelle auch Gewicht einsparen. Lauf-Anfänger sollten allerdings auf Spikes verzichten.

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Das Laufband – trocken und gelenkschonend

Bei der Laufband-Fläche handelt es sich um eine gute Mischung aus Waldboden und Laufbahn. Die Fläche des Laufbandes ist ein schwingender und somit nachgebender Untergrund, der die einzelnen Schritte des Läufers abfedert. Gleichzeitig handelt es sich um eine sehr ebene Fläche, die das Verletzungsrisiko gering hält. Insofern kann das Profil eines Laufband-Schuhs tendenziell flach sein, denn auch die Rutschgefahr ist im Innenbereich getrost zu vernachlässigen. Die Sohle hingegen kann auf die Verwindungssteifheit verzichten und so eine direktere Verbindung zwischen Fuß und Untergrund herstellen.

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Der Wanderpfad – wo die kleinen Fallen lauern

Gerade im Urlaub in den Bergen, wird dem Läufer und seinem Körper einiges abverlangt. Bei Crossläufen auf bergigen Passagen muss mit großer Aufmerksamkeit auch mancher Fels übersprungen oder überlaufen werden. Oftmals sieht man beim Absprung sein Ziel noch nicht einmal. So müssen Sie spontan und mit viel Fingerspitzengefühl auf die jeweiligen Hindernisse reagieren. Was das Schuhwerk angeht, sollten Sie auf sogenannte Trail-Schuhe setzen. Hier werden die Vorzüge verschiedenster Schuhe miteinander verbunden. Eher mit einer festeren Sohle bestückt, haben solche Schuhe eine weit größere Stabilität, als normale Laufschuhe. In einem Trail-Schuh vereinen sich die Sicherheit eines Wanderschuhs und die Leichtigkeit eines Laufschuhs.

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Vor- und Nachteile bei der Nutzung unterschiedlicher Sohlen-Profile:

Profil Vorteile Nachteile
Flaches Profil
  • auf harten Untergründen wie Asphalt und Beton den besten Halt
  • auch für die Lauf-Bahn eine Alternative
  • große Rutschgefahr bei nassen Untergründen
  • aufgrund der weicheren Sohle im freien Gelände nur bedingt geeignet

 

Grobes Profil
  • guter und fester Halt im Gelände
  • empfohlenes Profil für Allround-Schuhe
  • festere Sohle unterstützt den Fuß bei Unebenheiten
  • unter Umständen wird die festere Sohle auf der ebenen Straße als unangenehm empfunden
Spikes

 

  • auf der Lauf-Bahn den besten Grip
  • ausschließlich für die Lauf-Bahn geeignet
  • aufgrund der harten Sohle für die Langstrecke (10km) eher ungeeignet
  • für Anfänger ungeeignet

Die ganze Palette

Für einen Einsteiger, der sich erst einmal orientieren muss, lohnt sich ein Allroundschuh, welcher auf allen Untergründen zuhause sein kann. Auch hier gibt es eine Riesenauswahl im Fachhandel oder Internet. Fachpersonal in Laufshops, sowie Lauf-Foren im Internet bieten Ihnen bestmögliche Beratung. Bevor Sie sich dann gegebenenfalls spezialisieren, begleitet Sie ein solcher Allrounder durch dick und dünn und lässt Sie herausfinden, wohin Ihr Läuferherz gehört bzw. ob Sie überhaupt eines haben.

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