Sollte ich ein elektrisches oder mechanisches Laufband wählen?

elektrisch vs. mechanischMotor oder nicht Motor? Das ist hier die Frage… Tatsächlich überlegt so mancher, der zum allerersten Mal über die Anschaffung eines Laufbands nachdenkt, sehr lange und genau, ob er sich für die elektrische und die mechanische Variante entscheiden soll. Wie überall im Leben gilt auch hier: Beide haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Wer also grundsätzlich und ohne Ansehen des Trainierenden nur einen der beiden Laufband-Typen empfiehlt, läuft Gefahr, einen falschen Tipp zu geben. Wir klären Sie hier über die wichtigsten Unterschiede auf und bieten Ihnen somit eine gute Grundlage für die Entscheidung zwischen einem Laufband mit und einem ohne Motor.

Worin unterscheiden sich elektrische und mechanische Laufbänder voneinander?

Zunächst einmal – natürlich – darin, dass das eine elektrisch, also mit Motor, betrieben wird und das andere mechanisch, das heißt: ausschließlich durch Muskelkraft. Aus diesem grundsätzlichen Unterschied ergeben sich jedoch noch weitere, die bei der Auswahl eines Laufbands mit oder ohne Motor eine Rolle spielen. Die folgenden Punkte sollten Sie bei Ihrer Entscheidung beachten:

  • Bei mechanischen Laufbändern gibt es nur die Möglichkeit der manuellen Einstellung von Steigung und Widerstand des Laufgurts. Elektrische Laufbänder hingegen verfügen über eine bestimmte Anzahl vorinstallierter Programme und Programmmodule, aus denen der Läufer auswählen kann.
  • Während bei elektrischen Laufbändern das freie Laufen möglich ist, muss sich der Läufer beim mechanischen Laufband dauerhaft am Handlauf festhalten, um genügend Kraft auf das Gerät zu übertragen.
  • Bei mechanischen Laufbändern wird insbesondere die Beinmuskulatur gestärkt, weil diese das Laufband in Schwung bringen und halten muss.
  • Mit elektrischen Laufbändern lassen sich deutlich höhere Laufgeschwindigkeiten erzielen: je nach Modell bis zu 20 km/h.
  • Dafür ist beim mechanischen Laufband die Geschwindigkeit jederzeit völlig in der Kontrolle des Läufers: Sobald er stoppt, stoppt auch das Band. Bei elektrischen Laufbändern sorgt ein Notstopp für mehr Sicherheit: Über einen Magnetschalter, der mit einer sogenannten Reißleine an der Kleidung des Läufers befestigt wird, wird das Band sofort angehalten, falls der Kontakt bei einem Sturz unterbrochen wird.
  • Insgesamt gesehen ist das Lauftraining auf einem Laufband ohne Motor deutlich anstrengender als auf einem Laufband mit Motor. 

Was spricht für ein mechanisches Laufband?

Es gibt mehrere Argumente, die für die Anschaffung eines mechanischen Laufbands sprechen. Da wäre zum einen der Anschaffungspreis, der oftmals mehrere Hundert Euro unter dem eines elektrischen Laufbands liegt. Hinzu kommt, dass ein Laufband ohne Motor natürlich auch keinen Strom verbraucht, also auch in dieser Hinsicht Kosten spart. Auch der verstärkte Trainingseffekt für die Muskulatur stellt für viele Nutzer einen Vorteil dar. Hinzu kommt die völlige Kontrolle über die Geschwindigkeit des Laufbands. Und schließlich ist ein mechanisches Laufband aufgrund des meist einfacheren Computers auch deutlich einfacher zu bedienen als ein elektrisches.

Was spricht für ein elektrisches Laufband?

Selbstverständlich bietet auch das elektrische Laufband vielerlei Vorteile. Einer der wesentlichen Unterschiede, nämlich die Trainingsgeschwindigkeit, ist für viele Käufer das wichtigste Argument. Aber auch die Möglichkeit, aus einer verhältnismäßig großen Anzahl von Programmen und Einstellungsmöglichkeiten zu wählen, macht das elektrische Laufband attraktiv. Und schließlich ermöglicht der im Vergleich zum mechanischen Laufband geringere Kraftaufwand ein Lauftraining auch über weite Distanzen bei höheren Geschwindigkeiten.

Wer sollte nun also welches Laufband benutzen?

Ganz ehrlich – pauschal möchten wir das nicht beantworten. Wenn Sie die Möglichkeit haben, dann empfehlen wir Ihnen unbedingt, sowohl ein elektrisches als auch ein mechanisches Laufband zu bewerten. Auf diese Weise können Sie direkt feststellen, womit Sie sich am wohlsten fühlen.

Es gibt jedoch einige grundsätzliche Empfehlungen, die wir gern mit Ihnen teilen.

Aufgrund seiner typischen Eigenschaften – hoher Kraftaufwand, niedrige Geschwindigkeit, wenige Programme, leichte Bedienung – eignet sich ein Laufband ohne Motor insbesondere für Menschen, die:

  • nur gehen möchten
  • walken wollen (für das Nordic Walking gibt es spezielle Modelle mit Stöcken)
  • ein leichtes Jogging bevorzugen (maximal 6 oder 7 km/h)
  • sich von einer Krankheit oder Verletzung erholen
  • schon älter sind
  • ein allgemeines, sanftes Herz-Kreislauf-Training wünschen.

Das Laufband mit Motor wiederum bietet viel Auswahl hinsichtlich der Einstellungen, ist schneller und weniger kräftezehrend. Es eignet sich daher für alle, die:

  • regelmäßig lange Strecken und/oder hohe Geschwindigkeiten laufen möchten
  • sich auf einen bestimmten Lauf mit einer bestimmten Zielzeit vorbereiten.
  • sich ihr individuelles Trainingsprogramm zusammenstellen wollen
  • besonderen Wert auf das freihändige Laufen legen.

Kommentare und Erfahrungen

  1. Gustavo am 25. Juni 2016

    Vielen Dank für die hilfreiche kürze Zusammenfassung!

    Antworten

Neuen Kommentar verfassen