Brustgurte – Trainieren im optimalen Belastungsbereich

Brustgurt_PolarWer im Fitnessstudio oder draußen im Park die Läufer genau beobachtet, wird feststellen, dass einige von ihnen einen Brustgurt tragen. Dieses kleine, feine Accessoire ist ein wichtiges Zubehör beim Lauftraining, denn es ermöglicht die exakte Erfassung der Pulsfrequenz. Hier können Sie sich vor der Kaufentscheidung über den Sinn eines solchen Brustgurts, über verschiedene Arten und renommierte Hersteller informieren. Noch detailliertere Informationen finden Sie in unserem umfangreichen Brustgurt Test .

Brustgurt Test 2017

Warum gehört ein Brustgurt zur optimalen Trainingsaustattung dazu?

BrustgurtDie Pulsmessung während des Lauftrainings hilft Ihnen, stets im empfohlenen Belastungsbereich zu bleiben. Dies ist wichtig, denn bei einer langandauernden Unterschreitung wäre das Training nicht so effizient wie erwünscht, während eine Überlastung so unangenehme Folgen wie Seitenstechen und Atemnot mit sich bringen kann. Untrainierte Anfänger und Läufer mit bestimmten Vorerkrankungen müssen natürlich besonders genau darauf achten, sich nicht zu überanstrengen.

Hinzu kommt, dass verschiedene Trainingsziele unterschiedliche Trainingsmethoden erfordern. So ist es beispielsweise zur langfristigen Fettverbrennung wichtig, das Belastungspensum bei circa 65% der empfohlenen maximalen Herzfrequenz (die wiederum vom Alter und vom allgemeinen Gesundheitszustand abhängig ist) einzupegeln. Gezielte Stärkungen des Herz-Kreislauf-Systems wiederum erreicht man mit höheren Pulswerten. Und wer die Abwechslung eines Intervalltrainings schätzt, muss auch hierbei jeweils die Herzfrequenz kennen, da die Intervalle teilweise auch mithilfe des Pulswertes abgesteckt werden.

Pulsuhr oder Brustgurt?

Bei diesem Thema scheiden sich die Geister – denn beide Systeme haben Vor- und Nachteile. Wenn hier allerdings die Frage „Pulsuhr oder Brustgürtel“ gestellt wird, dann ist dabei selbstverständlich von den Pulsuhren die Rede, die ohne Brustgurt arbeiten. Diese verfügen über eigene Sensoren, die den Pulsschlag am Handgelenk erfassen. Dies ist nicht zu verwechseln mit Systemen, bei denen die Uhr selbst nur der Empfänger ist, während die eigentliche Messung der Pulsfrequentz von einem dazugehörigen Brustgurt vorgenommen wird.

Die Pulsuhr ohne Brustgurt bietet dem Läufer natürlich ein größeres Freiheitsgefühl. Manche fühlen sich durch den Gurt eingeengt, besonders, wenn sie beim Lauftraining stark ins Schwitzen geraten. Dafür sind allerdings die Pulsmesswerte beim Brustgurt deutlich genauer als bei den reinen Uhren. Die Stiftung Warentest hat bei ihrem letzten Test das Testurteil „gut“ nur an Pulsuhren mit Brustgurt verliehen, weil diese in der korrekten Erfassung der Pulsfrequenz sogar mit einer medizinischen EKG-Messung mithalten konnten. Wer also wirklich genaue Werte braucht, kommt um das Tragen eines Brustgürtels beim Lauftraining nicht herum.

Hinzu kommt, dass das Messen der Herzfrequenz mithilfe eines direkt in der Uhr integrierten Sensors etwas unbequemer ist: Erstens muss dabei die Zeigefingerkuppe auf ein Sensorfeld gedrückt werden. Und zweitens funktioniert bei vielen dieser Pulsuhren die Messung um einiges besser, wenn die Geschwindigkeit kurz gemindert wird – ein Umstand, der nicht für alle Läufer akzeptabel ist und auf einem Laufband zum Beispiel richtig stören würde.

Welche verschiedenen Arten von Brustgurten gibt es?

In diesem Abschnitt soll weniger auf die verschiedenen Materialien und Designs von Brustgürteln eingegangen werden als auf die unterschiedlichen Arten der Datenübertragung und -verarbeitung.

Brustgurte mit Pulsuhren

Bei dieser Art von Brustgurt sendet der Sensor im Brustgürtel die gemessenen Daten kabellos an einen dazu passenden Empfänger, der sich in einer Pulsuhr befindet, welche der Läufer am Handgelenk trägt. Die Pulsuhr zeigt die empfangen Daten an. Je nachdem, wie gut sie ansonsten technisch ausgestattet ist, verarbeitet sie diese weiter, speichert und/oder vergleicht sie. Viele Pulsuhren verfügen außerdem über ein Warnsystem, das einen Ton abgibt, sobald der eingegebene Maximal- und Minimalbereich über- bzw. unterschritten werden.

Brustgurte mit anderen Empfangsstationen

Einige Brustgurte sind so konzipiert, dass sie die gemessenen Werte an eine kleine Empfangsstation senden, welche mit dem Laufband verbunden wird. Auf diese Weise wird die Pulsfrequenz dann direkt auf dem Trainingscomputer des Laufbands angezeigt. Diese Art von Brustgurt ist daher meist markenspezfisch und kann beim Kauf des Fitnessgerätes dazugekauft, aber selbstverständlich auch nachträglich angeschafft werden.

Brustgurte für das iPhone und Brustgurte für Android Smartphones

Brustgurt_SportPlusMittlerweile sind viele Brustgurte auch in der Lage, die Daten an das iPhone oder Android Smartphone des Läufers zu übermitteln. Dies geschieht entweder, indem eine kleine Empfangsstation (auch Adapter genannt) mit dem Handy verbunden wird, oder aber ganz direkt über Bluetooth. Überhaupt sind Brustgurte mit Bluetooth stark im Kommen. So gibt es auch schon Bluetooth-Brustgurte mit einer Pulsuhr als Empfänger.

Tipp! Bei der Verwendung eines Brustgürtels für iPhone oder Android muss auf dem Smartphone eine entsprechende App installiert werden, mithilfe derer die erfassten Daten anzeigt, verarbeitet und gespeichert werden. Diese Apps sind jedoch in der Regel kostenlos erhältlich.

Sind die Brustgurte auch mit den Geräten im Fitnessstudio kompatibel?

Das kommt darauf an, ob der Brustgurt kodiert ist. Einige Hersteller fügen eine solche Kodierung ein, sodass der Brustgurt nur mit einem bestimmten Empfangsgerät funktioniert. Es gibt jedoch auch Brustgurte, die kompatibel mit einer großen Zahl von Fitnessgeräten sind. Dies ist besonders wichtig für alle, die im Studio trainieren und dort zwischen verschiedenen Geräten wecheln möchten. Die Produktbeschreibung des Herstellers gibt Ihnen hierüber Auskunft.

Bei welchen Herstellern finde ich gute und günstige Brustgurte?

Sehr gute Pulsuhr-Brustgurt-Systeme finden Sie unter anderem bei Garmin, Polar und Sigma. Der Sportzubehör-Spezialist Runtastic bietet einen Brustgurt, der sowohl mit einer Uhr als auch einem Empfangsgerät fürs Smartphone funktioniert. SportPlus bietet Brustgurte, die mit iPhone, Android und Windows Phone kompatibel sind und ihre Daten über Bluetooth senden. Unter den am besten bewerteten Brustgurten war außerdem ein Exemplar der Firma Sigma. Dieser Brustgurt zu einem attraktiven Preis wurde eigentlich für die Sigma Pulsuhren entwickelt, ist aber nicht kodiert und daher laut Testberichten der Kunden auch mit sehr vielen verschiedenen Fitnessgeräten kompatibel.

Sport-Tec
Christopeit Kettler
Gründungsjahr 1995 1976 1949
Besonderheiten
  • Spezialist für Fitness- und Therapiegeräte
  • verschiedene Preisnachlässe bei Zahlungsarten
  • großer Sporthersteller
  • deutsches Unternehmen
  • Qualität „Made in Germany“
  • bekannt durch das Kettcar

Vor- und Nachteile eines Brustgurtes

  • unterstützt iPhone, iPad und andere Geräte
  • Echtzeitmessung
  • manche Modelle können stören

Brustgurte – unser Tipp für Sie

Bei vielen modernen Brustgurten ist das Gurtband aus Textil. Es lässt sich von der Sendestation entfernen und ist damit auch waschbar – eine praktische Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass der Gurt beim Training ja ständig auf der schwitzenden Haut aufliegt. Es empfiehlt sich nachzufragen, ob der Hersteller Ihres gewünschten Modells als Zubehör ein Ersatzband für den Brustgurt anbietet. Damit müssen auch Läufer, die täglich trainieren wollen, an keinem Tag auf den Brustgurt verzichten.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der in den Erfahrungsberichten immer wieder vorkommt, ist der Batteriewechsel. Je nach Hersteller kann die Batterie des Sendeteils entweder selbst gewechselt werden, oder aber der Brustgurt muss zu diesem Zweck an den Kundenservice eingesandt werden, was unter Umständen höhere Kosten verursacht. Diese Information erhalten Sie vor dem Kauf, wenn Sie die Produktbeschreibung des Herstellers und (wenn Sie in einem Shop im Internet bestellen) auch die Testberichte anderer Anwender studieren.

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